Labrador Hunderasse und Hunde


Der Labrador Retriever:

Labrador mit Herrchen im Garten
 

Bildquelle: Labrador Retrievers Ewer

Das Erscheinungsbild:
Der Labrador ist ein mittelgroßer, gelber, schokoladenfarbiger oder schwarzer, kurzhaariger Hund mit Hängeohren und mittellanger, dicker Rute (auch Otterrute genannt). Das Haar ist dicht und kurz, glatt und hart.

Die Fellfarbe ist meistens schwarz oder gelb, doch jedes andere einfarbige Fell ist erlaubt. Die Größe eines Rüden ist ca. 56 cm, die Hündin deutlich kleiner mit ca. 54 cm.


Der Kopf ist breit, trocken, leichter Stop. Der Fang ist lang und kräftig, die Nase breit und gut geöffnet. Er hat einen Scherenbiss, mittelgroße gelbe, braune oder schwarze Augen mit gutmütigem und intelligentem Ausdruck. Die Schlappohren sind ziemlich breit am Kopf, sitzen weit hinten und berühren die Wangen.


Der Hals ist mittellang und kräftig. Der Rücken gerade, Lendenpartie breit und kräftig, die Brust tief und breit, die Rippen gut gewölbt.
Die Schultern sind an der Vorderhand lang, schräg und abfallend. Die Läufe sind gerade und mittellang, muskulös mit guten Knochen. Die Hinterhandläufe sind gerade, gute Muskeln und die Sprunggelenke gut gewinkelt. Die Pfoten sind kompakt, mit gewölbten Zehen und kräftigen Ballen. Die Rute ist kräftig am Ansatz und verjüngt sich zu Spitze. Sie ist mittellang, ohne Feder, kurz und gleichmäßig dicht behaart und wird nicht über die Rückenlinie getragen.

 

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FCI - Standard

FCI - Standard vom Labrador Retriver

FCI vom LabradorLabrador Standard

 Quelle: FCI - Standard Nr. 122 / 29. 01. 1999 / D

Züchter

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Das Wesen eines Labradors:
Mit diesem Hund findet man einen arbeitsfreudigen und aktiven Charakter, der Menschen (insbesondere Kinder) liebt. Gar nicht erwünscht sind Eigenschaften eines Wach- und Schutzhundes. Mit dieser Aufgabe wäre ein Labrador auch hoffnungslos überfordert. Ein Labrador „will to please“, möchte also seinem Besitzer gefallen. Dieses ist eine geforderte Eigenschaft, die zum Rassestandard gehört und meistens mit einem sensibleren Wesen verbunden ist.

Ausbildung:
Es lohnt sich eine Labrador mit artgerechten Aufgaben zu konfrontieren, um ihn auszulasten. Trotz seiner viel gelobten Auffassungsgabe und Leichtführigkeit sollte man wissen, dass ein Labrador ein großer, kräftiger Hund wird. Meist ist ein harter Drill aber nicht nötig. Hilfe bei der Erziehung findet man bei einem Hundetrainer und weitere wichtige Informationen beim DRC (Deutscher Retriever Club).

Labrador Welpe beim spielen

Bildquelle: Golden House

Kontaktperson: Marco Gilich

 

Geschichte der Rasse:
In ihm haben wir wahrscheinlich den reinsten Nachkommen der Hunde vor uns, die um das Jahr 1835 mit Fischern aus Neufundland nach England gekommen sind. Die Bezeichnung „Labrador Retriever“ gibt seit dem 19. Jahrhundert. Das Zusatz Retriever entstand von dem Wort „retrieve“, was Funktion der Hunde bei der Jagd beschreibt. Er macht die Arbeit nach dem Schuss und bringt die Beute zum Jäger. Ein Retriever ist ein typischer Apportierhund, der seine Beute möglichst unbeschädigt zu seinem Jäger bringt. Das geht nur mit einem weichen Maul.


Durch die Fischer kam der Labrador im Laufe des 19. Jahrhunderts von Labrador nach Großbritannien, woher auch sein Name mit stammt.


Um die Jagdprägung in den Zuchtlinien zu erweitern wurde der Pointer eingekreuzt.


Der Labrador fand nach seiner Einfuhr nach Großbritannien durch den 2. Herzog / Earl Malmesbury (1778 bis 1841) vor 1809 als St. John’s sehr schnell seine Aufgabe bei den jagenden Adligen. Auch der Sohn, also der dritte Herzog Malmesbury, setzte die Zucht des Labradors fort. Hier züchtete man bewusst geradlinig die Jagdfähigkeit weiter und bewahrte durch Vererbung an Adlige die Rasse vor dem Aussterben. Darum gehen alle Labrador Retriever auf Avon zurück. Die kanadische Hundesteuer hatte zur Folge, dass die meisten Hunde im Jahr 1885 getötet wurden.


Ben of Hyde war 1899 der erste gelbe Labrador der in der Zucht anerkannt wurde und nicht als Fehler galt. Die gelbe Farbe wurde nur rezessiv vererbt, so dass die Verbreitung einige Generationen andauerte.


Der englische Kennel Club hat am 7 Juli 1903 den Labrador offiziell als Hunderasse anerkannt. In den folgenden Jahren entwickelten sich zwei Linien in der Zucht. So unterscheidet man nach besonders guten und massigen Aussehen und dem schlankeren Erscheinungsbild, die typische Arbeitslinie.


Die braune Linie des Labradors kam früher vor als der gelbe Labrador. Zunächst ist das Fell des Welpen matt und hell und entwickelt sich erst nach ca. drei Monaten zu dem glänzenden dunkelbraunen Fell. Der erste braune Labrador wurde erst 1964 als Labrador anerkannt. Es handelte sich Ch. Cookridge Tango von 1961, Sohn von Tweed of Blaircourt (*1958) und Cookridge Gay Princess (*1956).

Labrador Schleich 16327
 

Dieser Labrador sieht einem echten zum verwechseln ähnlich. Er wurde von der Firma Schleich hergestellt.

Zuchtziele – Gesundheit:
Der Labrador sollte dem FCI-Standart entsprechen und ein gesunder, im Wesen sicherer und leistungsstarker Hund sein. Wie in jeder Rasse treten rassenbedingt typische Krankheiten auf. So tritt immer wieder das HD (Hüftgelenksdysplasie) und OCD (Osteochondrosis) beim Bewegungsapperat auf.


Ebenso treten die Augenkrankheiten wie die PRA (Progressive Retina Atrphie) oder der HC  (Hereditäre Catarakt) auf.
Natürlich werden diese Defekte und Krankheiten schnell erfasst und ausgeschaltet.

Das Ziel der Zucht wird von den Züchtern im 9. Monat oder bei der Geschlechtsreife ein Wesenstest nach dem Schweizer Muster durchgeführt. Für die Zucht ausgewählte Tiere müssen sich diesem Test unterziehen.

Bei einer Paarung muss wenigstens ein Hund eine Jagdprüfung oder eine dem Wesen des Labradors entsprechende Prüfung abgelegt haben die vom DRC anerkannt sind.


Die eigentliche Verwendung:
Eigentlich ist der Labrador Retriever ein Jagdhund. In Deutschland wird der Labrador vielfältig eingesetzt. Er ist nicht nur, wie in England üblich, für die Arbeit nach dem Schuss eingesetzt, sondern auch für die Schweißarbeit und zum Buschieren. Durch die Liebe zum Wasser, findet der Labrador seine Aufgabe auch beim „Einholen – oder Apportieren“ von Flugwild. Sein ausgezeichneter Geruchssinn und seine Ausdauer machen ihn zu einem ausgezeichneten Jagdhund.


Der Labrador findet auch seine Aufgaben als Spürhund beim Zoll oder bei der Polizei, sowie als Rettungshund bei Erdbeben oder Schneelawinen. Als Behindertenbegleithund eignet er sich im Besonderen als Blindenhund.

Der Labrador Retriever wurde in erster Linie als Gebrauchshund gezüchtet. Inzwischen ist er aber als typischer Familienhund verbreitet. Hier sollte nie vergessen werden, dass dieser Hund seine täglichen Aufgaben zum Beispiel beim Spaziergang durch Apportieraktionen bekommt.

 

 

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