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Bob
Hundekenner


Anmeldedatum: 06.10.2008
Beiträge: 673
Wohnort: Essen
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Verfasst am:
21.04.2009, 07:56 |
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hier mal eine Mitteilung/Brief eines Bürgers der an die Stadt Essen ging und im Hundeprotal "Hunde in Essen" durch den Administrator reingestellt wurde.
Ich wohne auch in Essen und bekommen solche Aktionen mit anderen Hundbesitzern öfters mal mit, wie denkt ihr darüber
Ist es bei euch auch so schlimm
Oder sind solche Bürger und Hundebesitzer Ausnahmen, also ich kann nur sagen die Hundebesitzer die ich kenne waren bisher immer Verantwortungsvoll.
Hundeverordnung wird nicht ernst genommen
Leider ist das, was im Folgenden geschildert wird kein Einzelfall. Ich
erlebe es immer wieder, dass Hunde nicht richtig geführt werden.
Hundebesitzer fühlen sich häufig über dem Gesetzt und ignorieren bestehende
Verordnungen. Dieses Verhalten ist so eklatant offensichtlich, das es auf
mich und ich glaube auf viele andere wie eine Provokation wirkt.
Ich ging heute im Helenenpark einer öffentlichen Parkanlage in Essen
spazieren. Auf den Gehwegen des Helenenparks lief ein Hund ohne Leine und
bellte ständig. Ich konnte nicht unterscheiden ob das eine Gefahrenlage
darstellt oder nicht. Ich fühlte mich bedroht und belästigt. Als ich an der
Besitzerin vorbeikam wies ich sie darauf hin, dass der Hund zu groß sei, um
ohne Leine zu laufen. Das nahm sie deutlich sichtbar nicht ernst. Sie war
kurz davor mich für diesen Hinweis lächerlich zu machen.
Ich erklärte ihr, dass es in NRW eine Hundeverordnung gibt, die
Hundebesitzer verpflichtet ihre Hunde anzuleinen und dass diese Verordnung
auch für sie gilt. Ich fragte sie welche Freiheit sie sich herausnehmen
würde dagegen zu verstoßen. Sie fragte mich wieso ich mir die Freiheit nehme
sie anzusprechen. Ich erklärte ihr dass ich mich durch ihren Hund belästigt
und bedroht fühle und dass das was sie tut eine Ordnungswidrigkeit ist. Erst
als ich erklärte dass ich Angst habe hatte ich den Eindruck, dass meine
Worte bei ihr ankamen.
Was bildet diese Frau sich ein. Sie war es, die die Ordnungswidrigkeit
begangen hat. Ich war das Opfer und ich muss dem Täter meine Angst erklären,
um das zu erreichen was in einem Rechtsstaat selbstverständlich ist? Was ist
das für eine Welt. Demnächst fahre ich in der Zone 30 mit überhöhter
Geschwindigkeit und halte die Straßenverkehrsordnung erst ein, wenn ich
darauf hingewiesen werde, dass sich Passanten gefährdet fühlen. Das ist ein
Witz! Was glaubt diese Person wer sie ist. Es ist ungeheuerlich für eine
verbindliche Rechtslage, die für alle gilt werben zu müssen. Leider
überwacht den Leinenzwang keine öffentliche Institution wie das Rasen in der
Zone 30, deshalb ignorieren die Hundebesitzer diese Verordnung wo sie
können. Sie ist deshalb nicht weniger gültig. Nur auf der Hundewiese dürfen
Hunde ohne Leine laufen und die meide ich so gut ich kann.
Bisher war ich immer tolerant Hundebesitzern gegenüber deren Hunde ohne
Leine liefen und die habe ich auf meinen Sparziergängen täglich gesehen. Ich
ignorierte das, solange die Hunde mich nicht beachteten. Ich habe Hunde im
Gebüsch gehört wie sie laut bellend hinter etwas herliefen und der Besitzer
den Namen seines Hundes vergeblich rief. Meine Frau wurde bereits von einem
hüfthohen fremden Hund angesprungen. Die Besitzerin war nicht bereit ihren
Namen zu nennen, damit sie beim Ordnungsamt angezeigt werden konnte. Hunde
beißen, das belegen viele Statistiken. Hunde sind gefährlich und gerade die
verantwortungslosen Hundebesitzer machen die Leine los.
Ich glaube, dass artgerechte Tierhaltung in einer Großstadt nicht
ausreichend möglich ist und fordere deshalb ein generelles Hundeverbot. Das
ist leider politisch nicht durchsetzbar. Aber wenigsten verlange ich, dass
die Gesetze eingehalten werden und ich mich nicht bedroht fühlen muss. Es
ist ungeheuerlich was Hundebesitzer sich herausnehmen. Anderen
Personengruppen, die beispielsweise die Bauverordnung großzügig auslegen,
obwohl niemand gefährdet ist müssen mit Sanktionen rechnen. Wird die gelbe
Tonne falsch befüllt, wird sie entzogen, nur Hundebesitzer müssen mit keiner
Reaktion rechnen, wenn sie sich nicht an die Spielregeln halten.
Im Gegenteil die Menschen, die sich durch die Vierbeiner bedroht fühlen
werden belächelt, weil gerade der Hund über den sie sich beschweren ganz
lieb ist. Ich hatte einen Schulkameraden mit einem Hund. Solange ich
außerhalb der Wohnung dieses Schulkameraden war, konnte ich mit dem Hund
machen was ich wollte. Als ich jedoch in die Wohnung kam, stand der Hund in
der Leine, mit den Vorderbeinen an der Tür und bellte ohne Unterlass. Er hat
mich sogar gebissen. Dabei waren die Besitzer mit ihm in einem Hundekurs und
das war als ich noch zur Schule ging nicht selbstverständlich. Hunde sind
unberechenbar und kein Hundebesitzer kann sagen, dass sein Hund immer lieb
ist, das zeigt schon alleine die erschreckend hohe Zahl der Hundebisse
jährlich.
Was soll ich also tun? Soll ich mir eine legale Waffe kaufen und auf die
Hunde anwenden die sich mir in meiner Wahrnehmung auf mehr als zwei Meter
bedrohlich nähern? Wohl kaum. Soll ich immer nur an das Verständnis
appellieren damit diese Tiere endlich so geführt werden wie es nötig ist.
Das funktioniert scheinbar nicht. Ich muss also mit der Minderung meiner
Lebensqualität leben, weil andere es nicht einsehen verantwortlich zu
handeln. Das ist ungeheuerlich.
Ich appelliere deshalb an Politik, Polizei und Funktionäre in
Tierschutzorganisationen den Leinenzwang ohne Kompromisse durchzusetzen und
nicht mehr nur um Verständnis zu werben. Denn alle Werbung ist vergebens, es
hilft nur noch die Umsetzung bestehenden Rechts. Genau so wie im Essener
Hauptbahnhof Hilfskräfte des Ordnungsamtes darauf achten, dass keine Drogen
konsumiert werden müssen Angestellte des Ordnungsamtes in Parkanlagen darauf
achten, dass Hunde angeleint werden. Ich fordere die Politik dazu auf sich
aktiv für ein generelles Hundeverbot in Großstädten einzusetzen. Darüber
hinaus fordere ich die Landesbehörden dazu auf die Untätigkeit der Stadt
Essen im Bereich der Überwachung der Hundeverordnung als Fehlerhaft zu
kritisieren und Maßnahmen zu ergreifen, um diesem Zustand zu beseitigen. Der
Leidensdruck der Ordnungsbehörden in Essen muss sich erhöhen damit diese
wirksame Maßnahmen ergreifen. Ich fordere die Ordnungsbehörden dazu auf
Hunde, die nicht angeleint sind als Bedrohungspotential zu bewerten und
genau so konsequent zu ahnden wie andere Ordnungswidrigkeiten aber auch
ebenso konsequent zu überwachen, damit auch dieser gesellschaftliche Bereich
trotz bestehender Rechtslage nicht rechtsfrei bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
anonym@xxx.de (werde ich nicht bekannt geben)
Dies ist eine Meinungsäußerung bzw. Erlebnisschilderung und bedarf keiner
persönlichen Verantwortlichkeit. Kontakt mit dem Unterzeichner kann über
o.g. Mailadresse aufgenommen werden. Ich weise darauf hin dass obige
Schilderung aus meiner Wahrnehmung heraus, also aus einer persönlichen
Sichtweise aufgeschrieben wurde. Ich möchte anonym bleiben, weil ansonsten
Unannehmlichkeiten befürchte oder befürchte mich erklären zu müssen.
Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst
die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen
mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu
empfangen und zu verbreiten. |
_________________ Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Menschen
Ernst K.Hauschka |
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Kim
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Verfasst am:
27.04.2009, 08:14 |
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Wow...also, recht hat er ja schon... |
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