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Erfahrung/Einschätzung Hundepension

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wolfundhund
Junghund
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Anmeldedatum: 22.06.2008
Beiträge: 62
Wohnort: Radevormwald

BeitragVerfasst am: 25.06.2008, 08:22 Nach oben

Ich habe nichts mit dem guten man am Hut !!! Der gehört auch nicht hier hin !!!!! Ich befasse mich ausschlislich mit Tieren,Biologen,und Leuten an der "Basis" !!!!!!!!!!!!!!!!!

" Kluge Sprüche klopfen heißt nicht klug zu sein !!! Rolling Eyes " Reicht jetzt !!!

MfG Frank

_________________
Ein Wunsch !!! Jeder der sich einen Caniden ins Haus holt sollte sich ersteimal damit beschäftigen , "Wie er wirklich ist" !!!!!!!!!!!! Und wie man ihm gerecht wird !!!!!!!!! 99,9% der (Probleme) würden dann garnicht erst endstehen !!!!!!!!
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Blackandwhite
Hunde Teenie
Hunde Teenie


Anmeldedatum: 22.06.2008
Beiträge: 402

BeitragVerfasst am: 25.06.2008, 11:21 Nach oben

Hui, wer so schreien muss, der wird sich wohl am richtigen Nerv getroffen fühlen.... Laughing

Schatzelein, es gibt nach neuester Ansicht eine ganz ganz große Frage. Und die lautet: Gibt es überhaupt eine Rangordnung zwischen Hund und Mensch? Sehen uns Hunde wirklich als Hunde an? Denn Dominanz und Hierarchie baut man innerartlich auf.

Da du so einen großartigen Buchvorschlag gemacht hast, mache ich auch einen, nein, 2 sogar. Obwohl da noch mehr ginge.

Die Dominanztheorie bei Hunden: Eine wissenschaftliche Betrachtung von James O'Heare

Und für dein Einsteiger in die Thematik "Will mein Hund mich wirklich beherrschen?" (der Einsteiger wärst dann du, denn für dich scheint dieser Gedanke, dass Hunde und Menschen 2 verschiedene Spezies sind, ja neu zu sein):

Dominanz - Tatsache oder fixe Idee von Barry Eaton

Und wenn man unbedingt an Rangordnung und Hierachien glauben will: Beides ist situationsgebunden, und geht danach, wie wertvoll einem Wesen eine Ressource erscheint. Mir ist z.B. so ein ein Fischsalat völlig wurscht, da würde ich keinen 2. Blick dran verschwenden. Wenn vor mir in der Schlange beim Ikea-Restaurant also jemand den letzten Fischsalat nimmt...so what. Nimmt aber jemand die Köttbullar auf die ICH es abgesehen hatte... ja dann... Meine Hunde sind nicht anders. Andere Hunde auch nicht.

Es gibt aber verzogene Tölen, die nie gelernt haben, mal Frust erleben zu müssen, die immer auf den goldenen Thron gesetzt wurden. Diesen Typ Charakter gibt es beim Menschen auch, es gibt mehr und mehr Kinder, die zu kleinen Tyrannen erzogen werden. Hat das aber was mit Rangordnung zu tun? Wenn einfach die Erziehung falsch läuft? Wohl kaum.

Mir ist ein dominanter Hund übrigens sehr recht, denn er wird kaum Stress anfangen, cool bleiben, vernünftige Entscheidungen treffen. Die, die sich biestig benehmen, sind ja eher die, die mit ihrer vermeintlichen Position unglücklich sind.

Die vielen Hunde, die laut Tiernanny und Co. angeblich "Rudelführer" sind, sind doch nach vernünftigen Erziehungsansätzen nur zu froh, wenn sie endlich nicht mehr das Gefühl haben, alle Verantwortung würde auf ihnen lasten. Sie können diese Last endlich an den Menschen abgeben, das tun die meisten mit Freude. Sie sind danach ausgeglichener, freundlicher.
Ist das nun ein Zeichen, dass der Hund vorher Rudelführer war, und der Mensch es nun durch so Scheinübungen wie "Tür zuerst durchqueren, zuerst essen, kein Hund auf erhöhten Liegeplätzen,..." geworden ist? Wink

Günther Blochs Hunde schlafen übrigens auch bei ihm im Bett. Und ich gehe stark davon aus, dass er seine Hunde auch begrüßt ohne lächerliche Pseudo-10-Minuten möchtegern-Alpha zu spielen.

Wenn ich nach ein paar Tagen Abwesenheit heimkomme, dann freuen sich meine Hunde den Arsch ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Da wird gesprungen, gewedelt, geschleckt, gefiept, umschwänzelt,... meine Hunde respektieren mich. Sie lieben mich, ich liebe sie. Wir begrüßen uns. Da wird ein Kopf abgewendet - ja. Und nun lies mal andere Literatur als dieses eine von dir genannte Buch. Denn Hunde wenden oft als Geste der Harmlosigkeit, Freundlichkeit und Höflichkeit den Kopf ab. Der Kopf ist der Teil mit den Zähnen, um seine freundliche Gesinnung zu zeigen, wendet der Hund diese Zähne vom anderen ab.
Ich als Mensch strecke meine Hände aus, um andere zu begrüßen. In der Hand können Waffen getragen werden. Mit leeren Händen dazustehen muss also nichts schlechtes sein - es ist ebenfalls eine Geste die beweißt, das man nichts verheimlicht, harmlos ist.

Du bist sehr sehr einseitig informiert. Das ist nicht böse gemeint, es ist nur traurig. Die Forschung bleibt nicht stehen, Erkenntnisse wandeln sich, neue werden gewonnen.

Auch ein feines Buch: Der Wolf im Hundepelz.

Noch ein klasse Buch: Hunde sind anders.

Noch eins: Das andere Ende der Leine

Noch eins: Calming Signals.

Noch eins: Liebst du mich auch.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.


Die Beta-Männchen unter den Menschen wird es wohl immer geben, die Hund deswegen so lieben, weil sie meinen sie dominieren zu müssen. Endlich mal Macht haben. Aber es werden weniger, Gott sei Dank.

Übrigens dürfen meine Hunde auf die Couch. Sie dürfen im Bett schlafen. Sie bekommen Futter wenn es Zeit ist, egal ob ich schon gegessen habe, oder nicht. Sie dürfen Spiele initiieren und wieder beenden, sie dürfen Kontakt aufnehmen oder ablehnen, sie dürfen zuerst durch die Tür, sie sollen mir in die Augen sehen. Meine Hunde sind beide unkastriert (Rüde und Hündin) und es geht auch während der Läufigkeit, dass beide zusammen sind, und der Rüde die Hündin nicht bedrängt und nicht deckt. Mein Rüde pöbelt nicht und arbeitet gerne mit mir. Meine Hündin schaut zu mir, wenn sie unsicher ist.
Ich habe eindeutig keine Problemhunde. Meine Hunde vertrauen mir, weil sie wissen, dass ich sie so gut es geht verstehe, auf sie eingehe und für sie gute Entscheidungen treffe.
Sie sind nicht deswegen keine Problemhunde, weil ich permanent meine den "Macker" rauskehren zu müssen, sie in allem zu kontrollieren oder mit dämlichen "Regeln" (siehe oben) Macht demonstrieren zu müssen.

Ich gehe auf 2 Beinen, ich kann den Kühlschrank aufmachen, kann Schlüssel benutzen, bekomme das Gartentor auf, fahre diese blecherne Kiste, die meine Hunde an tolle Orte bringt, bin die einzige, die manches Mal Schmerz oder Unwohlsein lindern kann,... und so ist es mit anderen Menschen auch.
Und Hunde sollen es wirklich darauf anlegen, uns zu kontrollieren und zu dominieren? Verlustängste mal außen vorgelassen, aber nun mal "Butter bei die Fische" - ist das dein Ernst?!

Führungsqualitäten sind nicht mit Mackergehabe gleichzusetzen.
Und wahre Dominanz hat nichts mit Aggression zu tun.

Nicht rumquäken und 100 Ausrufezeichen setzen, schreien, dass man der alleinige Messias der Hundehalterszene ist. Sondern mit sinnvollen Beiträgen beweisen, dass man vielschichtig denken kann, und nicht nur mit veralteten Erkenntnissen um sich schmeißen.

LG!
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Dachser
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 10.05.2008
Beiträge: 423

BeitragVerfasst am: 25.06.2008, 15:40 Nach oben

Mein lieber Mann, das waren jetzt Beiträge?!
Also ich denke auch, daß ich zu meinen Hunden ein gutes Verhältnis habe, und wenn einer mal nicht hört, dann laß ich auch mal ein Schrei und meist funktioniert es dann. Grundsätzlich aber sind wir ein homogenes Team, wo ich zwar der bin, der das Sagen hat, aber ich habe nicht den Eindruck, daß das einen meiner Hunde stört.
@dejavu
Ich würde meine Hunde niemals schlagen, allenfalls ziehe ich ihn mal ein wenig am Ohr.
Übrigens ist mir zu deiner Sache, die ursprünglich Thema war, noch was eingefallen: Ich denke dein Hund kann froh sein, ein solches gutes zuHause gefunden zu haben, da werden jetzt diese beiden Wochen nicht zum Zusammenbruch führen. Wenn es also nicht anders zu machen ist, dann hat er ja nach den beiden Wochen die schöne Zeit. Was wäre denn, wenn du ihn nicht aufgenommen hättest, dann wäre er generell vielleicht im Tierheim wie viele seiner Artgenossen.
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