Hundehaftpflicht: Der unterschätzte Schutz


Seit in den drei Bundesländern Hamburg, Berlin und Niedersachsen die Haftpflichtversicherung für Hundehalter obligatorisch geworden ist und einige Bundesländern ebenfalls nachziehen wollen, sollte sich jeder Hundebesitzer jetzt schon einmal darüber informieren, warum dieser Schutz so wichtig ist, was man dabei beachten sollte und ob es nicht Ratsam wäre, jetzt schon eine Versicherung in Betracht zu ziehen.

Denn unabhängig, ob man gerade nicht bei ihm ist oder auch nichts dafür kann, wenn Unfälle passieren, haftet jeder Hundehalter in voller Höhe, denn ein Hund gehört der Gefährdungshaftung an. Und damit werden Beißattacken, Verletzungen, Dellen und Kratzer im Auto und vieles mehr ziemlich teuer.

Wie kann man sich und seinen Hund davor schützen?

Ganz einfach: Mit einer Haftpflichtversicherung. Doch es gibt einiges zu Beachten, denn auch wenn es noch keine allgemeine Pflicht bei der Haltung von Hunden gibt, ist das Angebot groß und vielfältig.

Zum einen unterscheiden sich die Versicherungen stark im Preis. Teilweise bekommt man eine Haftpflicht schon für unter 40€ Jahresprämie, für andere zahlt man jährlich mehr als 100€.
Auch die Leistungen spielen hierbei eine Rolle, denn die Versicherung kommt nicht nur im Schadensfall für die entstandenen Kosten auf, sondern kann auch rechtlichen Beistand leisten. Auch können weitere Leistungen, wie z.B. Mietsachschaden enthalten sein, wobei sogar Schäden an der eigenen Wohnung reguliert werden.

Wie viel einem eine solche Haftpflicht für den eigenen Liebling wert ist, hängt aber nicht nur vom Leistungsumfang, sondern auch von der Rasse ab. Stammt ihr Hund von einem Kampfhund ab, so müssen sie um einiges tiefer in die Tasche greifen oder eben mit einer Selbstbeteiligung rechnen.
Handelt es sich sogar um einen reinrassigen Kampfhund, kann es sogar vorkommen, dass ihr Hund von einigen Versicherern abgelehnt wird. Dafür stellen die Versicherungsgesellschaften Listen aus, anhand derer jeder nachsehen kann, ob eine Versicherung hier überhaupt möglich ist.

Kommt es allerdings zum Schadensfall, rentiert sich eine solche Haftpflichtversicherung sofort. Allein der Gedanke, ihr Hund könnte vor ein fahrendes Auto laufen, der Fahrer weicht aus und stößt dabei mit einem parkenden Auto zusammen. Egal wie viel Schuld sie bekommen, die Kosten übersteigen die Jahresprämien. Daher sollte man darauf achten, dass Personenschäden mit mindestens 3 Millionen und Sach-/Mietschäden mit einer Million Euro abgedeckt sind.

Einen kleinen Tipp für die sparenden Hundebesitzer gibt es aber noch, denn eine Hundehaftpflichtversicherung gehört zu den privaten Versicherungen und kann als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend gemacht werden. Daher muss eine Haftpflicht gar nicht so teuer sein.

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